CD-Einspielung Eroica
...und verleiht dem sonst unter Strom stehenden Monstrum überraschende Züge des freundlich Entspannten, Empfindsamen, jugendlich Unbeschwerten. Selbst der Trauermarsch klingt idyllisch und naturnah.
Attila Csampai, Bayerischer Rundfunk
Beethovens Eroica, aufgenommen am Uraufführungsort (im Lobkowitz-Palais, Wien) und folgerichtig auch in der Urauraufführungs-
besetzung. 28 Musiker waren das damals, für den revolutionären Duktus dieser Musik fast aufrührerisch wenig... Sie schüttelt unsere Hörerfahrung gehörig durcheinander, diese Eroica im Taschenformat. Aber wie wunderbar geschmeidig kommen die Tempi daher, wie entleert wirkt der Klang von falschem aufgesetztem Pathos, dem freilich eine enorme energetische Anspannung entgegensteht. Der junge, 26-jährige Daniel Grossmann beweist hier erstaunliches Format.
Reinhard Schulz, NMZ (7 von 7 Punkten)
CD-Einspielung Xenakis
...Was insgesamt äußerst plastisch hervortritt, sind die Kraftfelder und Klangwolken, die Xenakis vorgeschwebt haben mögen, das Sechzehntelgestöber und die Staccatostürme. Am beeindruckendsten vielleicht bei dem Cembalostück Khoai (1976) - das ist ein Schwirren und Rauschen.
Frank Hilberg, Die Zeit
Es ist schwierig einen Höreindruck zu vermitteln, wenn man für die Beschreibung nicht einmal auf den Musiker zurückgreifen kann. Das Ohr erlebt ein rasches raschelndes Durcheinander sich kreuzender Linien, wie ich mir als Friedenskind in etwa die rhythmische Struktur von Sperrfeuer vorstelle. Dennoch wird hier nicht die Musik als Geisel in einer düsteren Maschinenwelt gefangen
gehalten. 'Khoai' für Cembalo beispielsweise ist ein großartiges, und auch emotionales Stück. Die neue Klangwelt, die hier durch wahnwitzig schnelle Tonrepetition erschlossen wird, übersteigt Ligetis 'Continuum für Cembalo' wohl noch einmal so weit, wie Ligeti das klassische Repertoire überstieg. Ein plötzliches decrescendo auf einem Cembalo zu hören, das schockiert die Ohren in wunderbarer Weise. Es ist ein wohlfeiles Argument gegen diese Musik, zu behaupten, sie sei unmöglich. Diese CD beweist das Gegenteil, und zeigt, dass der Computer als Instrument erst heranreifen musste, um diese Werke zu realisieren.
Tobias Roth, klassik.com
CD-Einspielung Cage
The playing is very good – sensitive to Cage’s idiom, and usually
full of life and expression even under the ‘difficult’ conditions of the bare-bones
style of the music...
There seem to be very few if any recordings of either of these works around, so this
release is a very welcome addition to the catalogue.
Dominy Clements, musicweb-international.com
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