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«[...]In der Besetzung der Symphonien wünsche ich wenigstens vier Violinen, vier Sekund, vier Prim, zwei Kontrabässe, zwei Violoncell.»
Beethoven an Erzherzog Rudolf, April 1813
Zählt man zu der von Beethoven für seine 3. Symphonie, der «Eroica», geforderten Streicher besetzung die nötigen Bläser dazu, so erhält man
ein Ensemble von 28 Musikern: das Ensemble28.
Mit den späten symphonischen Werken Mozarts, Haydns und Beethovens begann eine Entwicklung, die ihren Höhepunkt in den Symphonien Mahlers erreicht hat: die ständige Vergrößerung des Orchesterapparates.
Heute haben wir uns daran gewöhnt, die Symphonien Beethovens mit großen Orchestern von mindestens 60 Musikern zu hören. Das ist durchaus im Sinne der Wiener Klassiker. Auch sie führten ihre Werke zum Teil mit großen Orchestern auf.
Eine andere Tradition, die zu der Zeit Beethovens, Mozarts und später auch Brahms, ja sogar zu Wagners Zeit lebendig war, ist verloren gegangen:
die Aufführungen mit kleinen Orchestern. Die kammermusikalischen Aufführungen wieder zu beleben ist Ziel des Ensembles28. Von Werken der Klassik, aber auch der Romantik, gab es Aufführungen, deren genaue Anzahl der
auftretenden Musiker dokumentiert ist. Den Geist dieser Dokumente wollen wir umsetzen, nicht um historische Aufführungspraxis zu betreiben, sondern um einen lebendigen Teil der Musikkultur wieder zu beleben.

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